Da bin ich wieder – müde, aber lebendig! So erlebte ich das 176. Müncher Oktoberfest:
Um Stress zu vermeiden machten wir uns bereits am Freitag Abend auf den Weg nach München – zu groß war die Angst vor Stau und die Abneigung gegenüber dem frühen Aufstehen am Samstag morgen. Nachdem ich gegen 17Uhr Eli, Till und Micha abgeholt hatte, machten wir uns auf den Weg nach München bzw. zu Simons Wohnung. Die Hinfahrt gestaltete sich problemlos. Dort angekommen, war natürlich erst einmal eine Stärkung nötig. Wir wählten den gemütlichsten Weg und bestellen ganz modern über das Internet Pizza. Um fit für den bevorstehenden Tag zu sein, mieden wir an diesem Abend sämtliche Lokalitäten Münchens und entschieden uns recht früh das Bett aufzuschen. An dieser Stelle wäre noch erwähnenswert, dass manch einer exotische Schlafplätze wie die Küche wählte.
Am nächsten Morgen standen wir bereits um 6Uhr auf. Das klingt zunächst übertrieben früh, aber überlegt euch einmal, wielange das weibliche Geschlecht im Bad braucht. Vielleicht verdeutliche ich dies durch eine kleine Rechnung: 5 Jungs x 10min + 2 Mädels x 30min =1h 50min. Und auch wenn es laut der Rechnung nicht sein kann, aber gegen 8Uhr waren auf dem Festplatz angekommen. Die Anzahl der Besucher, welche ebenfalls zu dieser Uhrzeit vor Ort waren, hat mich wirklich vom Hocker gehauen.
Um in unser favorisiertes Festzelt “Hacker – Himmel der Bayern” zu kommen, hieß es dann erst einmal 1h 30min anstellen … um kurz vor dem Zelt zu erfahren, dass bis 13Uhr niemand mehr reinkommt. Schöne Scheiße! Aber wir machten das Beste daraus und gönnten uns in einem Biergarten neben dem Zelt Weißwürste sowie das ein oder andere Maß.
Gegen Nachmittag wurde es dann doch stressiger als erwartet. Ich weiß nicht genau wie das passieren konnte, aber wir verloren Till, welcher sein Handy und sein komplettes Geld bei uns gelassen hatte. Nun findet mal eine einzelne Person auf dem Oktoberfest! 3h lang haben wir alles abgesucht … vergeblich. Also suchten wir die Wohnung auf, es hätte ja sein können, dass er irgendwie dort hingekommen ist (auch wenn er die Adresse nicht kannte). Jedoch war auch dies nicht der Fall. In meiner Verzweiflung rief ich die bayrische Polizei an und schilderte ihr den Sachverhalt. Dies schien sie jedoch nicht sonderlich zu interessieren, denn obwohl sich Till bei ihnen gemeldet hatte, wussten sie von keinem Vermissten. Ach ja, zuvor durfte Till nicht einmal mit dem Telefon der Polizei auf seinem eigenen Handy anrufen! Sowas würde es bei uns Schwaben nie geben! Aber genug davon, darüber habe ich mich gestern schon mehrere Stunden aufgeregt. Jedenfalls fand er dann irgendwann jemand, welcher ihn telefonieren lies. Die Erleichterung war groß, als er spät, aber munter vor Simons Wohnung angekam.
Wir bestellen noch einmal Pizza und ließen den Tag mit “Tv Total Bundestag” politsch ausklingen.
Heute morgen stiegen wir gegen 9Uhr ins Auto und machten uns auf den Weg nach Hause. Das Frühstück nahmen wir ganz traditionell während eins Zwischenstopps beim McDonalds zu uns. Insgesamt sind wir übrigens 400km gefahren und das mit meinem 16 Jahre alten Golf, nich übel sprach der Dübel.
So, nun war ich auch einmal auf dem Oktoberfest. Insgesamt hat sich dieser Besuch trotz der harten körperlichen Strapazen, dem ein oder anderen Aufreger sowie hoher finanzieller Verluste absolut gelohnt.
Vielen Dank für die Unterkunft, Simon.